Joschka Fischer

Wer sind wir? Deutschland auf der Suche nach seiner Identität

20261001 Lesung Joschka Fischer

Okt.

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Erhöhung des Verteidigungsetats? Wiedereinführung der Wehrpflicht? Europäische atomare Abschreckung? Eine Tiefenanalyse deutscher Politik in Zeiten globaler Erschütterung.

Nach dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts ist es unübersehbar – die Welt durchläuft umstürzende geopolitische, technologische und wirtschaftliche Transformationen: die verschärfte Rivalität großer Weltmächte, die Revolution der künstlichen Intelligenz, der Aufstieg des globalen Südens. Was bedeutet das für das heutige Deutschland, für das Land in der Mitte Europas, immer noch die drittstärkste Industrienation weltweit, aufgrund seiner zerborstenen Geschichte aber postnational und als militärische Macht fast unsichtbar? 

Der Ex-Außenminister Joschka Fischer liest aus seinem neuen Buch „Wer sind wir? Deutschland auf der Suche nach seiner Identität und spricht über die Rolle Deutschlands in einer neuen Weltordnung.

 

Joschka Fischer wurde am 12.04.1948 in Gerabronn geboren. Von 1985-1987 hatte er das Amt des Ministers für Umwelt und Energie in Hessen inne. Gleichzeitig war er stellvertretendes Mitglied des Bundesrates.1987 übernahm er den Fraktionsvorsitz der Grünen im Hessischen Landtag, den er bis 1991 ausübte. In den Jahren 1991-1994 war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten des Landes Hessen und Hessischer Minister für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten. Von 1994 bis 2006 war Joschka Fischer erneut Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis 1998 vertrat er die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen als deren Sprecher. Vom 27.10.1998 bis zum 22. November 2005 war Joschka Fischer Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler in der rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Schröder. Von 2006 bis 2007 war er Gastprofessor an der Woodrow Wilson School, Princeton University. 

Während seiner Karriere als Bundesaußenminister wurde Joschka Fischer u.a. 2002 die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa verliehen. Des Weiteren ist er seit 2005 auch Träger des Leo-Baeck-Preises, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt. Nach seinem Rückzug aus der Politik arbeitet er als Berater und Redner zu geopolitischen und wirtschaftlichen Themen.